„Wäller Platt“ in Bild und Schrift

Derzeit ist die Ausstellung „Wäller Platt in Bild und Schrift“ der Schüler*innen der Anne-Frank-Realschule plus im Dokumentations- und Recherchezentrum des Forschungszentrums Deutscher Sprachatlas ausgestellt.

Mit dem Thema „Wäller Platt in Bild und Schrift“ beschäftigten sich die Klassen 6a, 6b, 8a, 8b, 8c, 8e, 9a und 9c der Anne-Frank-Realschule plus im Kunstunterricht (Schuljahr 2025) unter Anleitung der Kunstlehrerinnen Sabine Alef und Maria Bohnet. Zuerst wurden Erfahrungswerte und Erlebnisse mit dem Westerwälder Dialekt erzählt und ausgetauscht. Dabei wurde festgestellt, dass einzelne Wörter von Ort zu Ort in der Aussprache variieren. Die zugezogenen Mitschülerinnen und -schüler ergänzten, dass sie solche sprachlichen Besonderheiten in anderen Regionen oder Ländern ebenfalls erlebt haben. Bei der anschließenden gestalterischen Auseinandersetzung diente nun das Spiel „Westerwälder Sprichwörter- und Redensarten-Quiz“ von Rita Wörsdörfer als Ausgangsmaterial, aus dem sich die Schülerinnen und Schüler mit großem Interesse je eine passende Redewendung bzw. einen Spruch aussuchen konnten. Dabei wurde in den höheren Klassen der Schwerpunkt auf die Gestaltung von Schrift mit ihren unterschiedlichen Stilen und Buchstabenformen gelegt.

Die Klassenstufen 6 und 8 verbildlichten stattdessen die Redewendungen. Hierfür hatten sie sich an der Gestaltungsweise des amerikanischen Künstlers Keith Haring orientiert. Haring wurde bekannt durch seine Pop-Art-ähnlichen Werke, die sich durch eine einfache und symbolhafte Bildsprache auszeichnen. Besonders sein Radiant Baby ist ein oft wiederkehrendes Motiv in seinen Bildern und hat auch die Schülerinnen und Schüler zur Visualisierung der Redewendungen inspiriert.

Die bunte vielfältige Bildersammlung war zuvor bis Ende April 2026 im historischen Rathaus von Montabaur zu besichtigen.

Im Forschungszentrum Deutscher Sprachatlas sind nun ausschließlich die Schülerarbeiten der 9. Klassen ausgestellt, die die Verwendung dialektischer Sprache besonders sichtbar machen.

Einblicke in die Ausstellung im Forschungszentrum Deutscher Sprachatlas
Die Schüler*innen betrachten bei einem Besuch am 18. Mai 2026 ihre Ausstellung
Die Schüler*innen in der Bibliothek des Deutschen Sprachatlas
Führung durch das Archiv des Deutschen Sprachatlas mit Dr. Brigitte Ganswindt
Gruppenbild vor der Wenkerkarte

Tag der offenen Tür am DSA (19.06.26, 13 Uhr)

Am 19. Juni 2026 öffnet das Forschungszentrum Deutscher Sprachatlas, Pilgrimstein 16 in Marburg, von 13 bis 20 Uhr seine Türen für die interessierte Öffentlichkeit.

Sie wollten schon immer wissen, wie ein Forschungsinstitut arbeitet, welche Menschen sich mit der Erforschung und Archivierung der deutschen Dialekte beschäftigen oder sind einfach neugierig, was sich in dem grauen Gebäude am Pilgrimstein versteckt? Dann kommen Sie uns gerne am Tag der offenen Tür besuchen.

Wir freuen uns, Ihnen an diesem Tag ein vielfältiges Programm – von Vorträgen über thematische Hausführungen bis hin zu interaktiven Spielen – präsentieren zu dürfen. Nehmen Sie doch an einer unserer Führungen durch das Haus, die Bibliothek, die Archive oder die Labore teil und werden Sie für einen Tag zum Wissenschaftler oder zur Wissenschaftlerin. Oder tauchen Sie mit Hilfe der Jubiläums-Ausstellung „Typisch Hessisch – Dialekte als kulturelles Gedächtnis“ in die Welt Georg Wenkers ein und erfahren Sie warum wer wo wie spricht.

Für die richtige Verpflegung ist natürlich auch gesorgt – der Freundeskreis des Forschungszentrums Deutscher Sprachatlas e.V. kümmert sich darum, dass am Tag der offenen Tür niemand hungrig oder durstig bleiben muss.